Ich gebe es zu: Diesen Spruch habe ich geklaut.
Weil er etwas deutlich macht.
Zum einen zeigt er auf, wie wichtig der Kontext einer Situation fĂŒr die Kommunikation ist.
Sage ich diesen Satz zu jemandem auf der StraĂe oder im Bus, besteht die Gefahr, dass das Ganze eskaliert.
Sagt ein Kellner diesen Satz in einer Kneipe zum Gast, wĂ€hrend er auf dem Teller ein duftendes Schnitzel hĂ€lt â bekommt er eine völlig andere Bedeutung.
Zweitens zeigt dieser Satz etwas sehr GrundsÀtzliches in der Kommunikation:
Wir lassen Informationen weg.
Wir verkĂŒrzen. In der Annahme, dass der GesprĂ€chspartner schon weiĂ, was gemeint ist.
Dass er die LĂŒcken fĂŒllen kann.
Oft funktioniert das.
Manchmal greift der andere auf eigene Erfahrungen zurĂŒck.
Auf das, was fĂŒr ihn naheliegend ist.
Das ist allerdings nicht zwangslÀufig das, was du gemeint hast.
So entstehen MissverstÀndnisse.
Auch im Praxisalltag passiert das stÀndig:
Manche Therapeuten sagen:
„Ich habe heute drei Schultern und zwei Knie. Der Schlaganfall hat abgesagt.“
Eine Patientin sagt: âEs ist noch nicht besser.â oder âIch mache nicht so viel Sport.â
Was genau bedeutet das?
Was ist ânicht besserâ?
Was ist ânicht so vielâ?
Ohne Nachfrage bleibt vieles offen.
Durch genaues Hinhören und gezielte Fragen wird klarer, was tatsÀchlich gemeint ist.
Du bekommst die Informationen, die du fĂŒr deine Entscheidung brauchst.
So entsteht ein GesprÀch auf Augenhöhe.
Gerade in der Therapie entscheidet das ĂŒber den weiteren Verlauf.
Ob du passend behandelst.
Ob dein Patient sich verstanden fĂŒhlt.
Ob Zusammenarbeit ĂŒberhaupt möglich wird.
Wie handhabst Du das in Deinem Alltag?
Fragst Du nach?
Oder ergÀnzt du das Gesagte im Kopf?
Wenn du in solchen GesprĂ€chen klarer verstehen willst, was dein GegenĂŒber wirklich meint â ohne zu interpretieren oder zu raten:
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