Was ein Perspektivwechsel in der Familie verändern kann

In meiner Reihe „Wer gibt, gewinnt“ geht es um Menschen, die mein Leben geprägt und bereichert haben. Dieses Mal möchte ich zwei ganz besondere Menschen in den Mittelpunkt stellen:
👉 meine Eltern.

Warum gerade jetzt?

Ein Gespräch mit Johannes Nerstheimer hat in mir etwas ausgelöst.
Es war der Impuls, den Blickwinkel zu ändern.
Weg von dem, was fehlt.
Hin zu dem, was da ist – und was war.


💭 Der Fokus auf das Fehlende

Besonders mit meinem Vater gab (und gibt) es immer wieder Auseinandersetzungen.
Er hat klare Meinungen – und lässt sich selten davon abbringen.
Er gibt Ratschläge – auch dann, wenn ich nicht darum bitte.
Ich habe mich oft auf das konzentriert, was mich stört.
Was ich vermisse. Was er nicht gibt oder nicht geben kann.

Dieser Fokus auf das Negative hat etwas mit mir gemacht:
Ich habe übersehen, wie viel er – wie viel meine Eltern – mir tatsächlich gegeben haben.


✨ Der Blick auf das Geschenk

Durch den Austausch mit Johannes wurde mir bewusst, was ich alles als selbstverständlich betrachtet habe. Dinge, die es nicht sind.
Dinge, für die ich dankbar sein darf:

  • 🧬 Mein Leben. Ohne meine Eltern gäbe es mich nicht.
  • 🏡 Ein Zuhause. Eine Familie. Gemeinsame Mahlzeiten. Rituale.
  • 🎄 Traditionen. Zum Beispiel Weihnachten – bis heute feiern wir zusammen.
  • 🌄 Reisen. Urlaube im Salzburger Land, sogar einmal nach Japan.
  • 🎶 Musik. Meine Mutter hat mir vorgesungen. Ich durfte Trompete und Violine lernen.
  • ✝️ Glaube. Vertrauen in Gott, gemeinsame Gebete, sonntägliche Gottesdienste.
  • 🥗 Ernährung. Gesunde, bewusste Küche war bei uns ganz normal – heute weiß ich, wie wertvoll das ist.
  • 💰 Finanzielle Unterstützung. Für meinen Führerschein, für Weiterbildungen – und für meinen beruflichen Weg.
    Mein Vater hat mir sogar seine Praxis übergeben und mir damit eine berufliche Grundlage geschenkt.

🙏 Dankbarkeit braucht manchmal einen Anstoß

All das war da. Und ich habe es gewusst.
Doch ich habe es aus dem Blick verloren – weil ich mich zu sehr auf das konzentriert habe, was mir gefehlt hat.
Dieser Perspektivwechsel war heilsam. Und notwendig.

Ich weiß heute:
Meine Eltern haben ihr Bestes gegeben.
So, wie sie es eben konnten. Und dafür bin ich von Herzen dankbar.


❤️ Wer gibt, gewinnt

Diese Erkenntnis passt so gut in die Reihe.
Denn sie zeigt:
👉 Geben geschieht oft leise.
👉 Es ist nicht immer sichtbar – aber spürbar.
👉 Und es wirkt. Manchmal erst Jahre später.

Ich danke meinen Eltern für all das, was sie mir mitgegeben haben.
Und ich danke Johannes für den Impuls, der meinen Blick geöffnet hat.

Wer gibt, gewinnt.
Und wer hinschaut, erkennt: Vielleicht hat er schon mehr bekommen, als er dachte.